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Problemeinsicht

Problemeinsicht, auch Problembewusstsein genannt, bedeutet, dass jemand die Verantwortung für sein früheres Fehlverhalten übernimmt und ehrlich anerkennt, dass er falsch gehandelt hat. In der MPU ist sie der Ausgangspunkt für alles Weitere: für die Ursachenanalyse, die Veränderung und die Prognose, ob künftig erneute Auffälligkeiten zu erwarten sind.

Am Anfang steht das Eingeständnis, etwas getan zu haben, das nicht in Ordnung war. Dazu gehört, die eigene Schuld anzuerkennen, statt sie bei anderen, bei den Umständen oder beim Zufall zu suchen. Wer Problemeinsicht hat, sieht auch, dass sein Verhalten nicht der Norm entsprach, also weder den Regeln im Straßenverkehr noch einem unbedenklichen Umgang mit Alkohol oder Drogen, und dass er damit sich und andere gefährdet hat. Rechtfertigungen, Relativierungen oder der Vergleich mit anderen, die angeblich viel mehr trinken, kiffen oder rasen, sind das Gegenteil davon. Erst auf dieser Grundlage ist eine ehrliche Ursachenanalyse möglich. Das ist entscheidend für das Ziel der MPU. Das Gutachten gibt eine Prognose für die Zukunft ab, und die kann nur günstig ausfallen, wenn klar ist, was früher zum Problem geführt hat, was sich geändert hat und wie Rückfälle vermieden werden. Die Begutachtungsleitlinien verlangen deshalb ausdrücklich, dass eine Verhaltensänderung aus einem angemessenen Problembewusstsein heraus erfolgt ist. Problemeinsicht braucht mitunter Zeit. Im psychologischen Untersuchungsgespräch zählt, dass jemand seine eigene Geschichte ehrlich und stimmig erklären kann. Die Gutachter prüfen, ob die Angaben in sich stimmig sind und zur Akte passen.

Mehr dazu im Ratgeber: warum Ehrlichkeit in der MPU mehr zählt als gute Antworten.

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